Gestrandet in Dubai? Reisesicherheit gehört zur Reiseplanung
Die Urlaubszeit ist für viele Menschen ein besonderes Highlight im Jahr. Fernreiseziele erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Die Reiseplanung erfolgt häufig schon Monate vorher, die Vorfreude ist groß. Doch wir leben in einer Weltgemeinschaft, die immer wieder von Krisen durchschüttelt wird. Im Februar und März 2026 war Dubai betroffen: Vielleicht das weltweit schillerndste und sicherste Urlaubsziel überhaupt. Reisende strandeten in Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen. Die Flughäfen von Dubai und Abu Dhabi sind die größten Drehkreuze der Welt. Die Menschen fühlten sich von der Sperrung der Luft- und Wasserwege überrascht. Doch war die Krise wirklich unvorhersehbar? Fernreisen bedeuten nicht nur Sonne und Hotelkomfort, sondern auch Verantwortung. Wenn du eine Reise planst, ist es ganz wichtig, dass du die Reisesicherheit im Blick behältst und dich über deine Urlaubsregion informierst. Ereignisse aus der Vergangenheit können aufrütteln und die eigene Reiseplanung optimieren.

Sehnsucht nach der Sonne im deutschen Winter
Der Februar ist in Deutschland ein Wintermonat, der vielerorts Kälte und Schmuddelwetter mit sich bringt. Schöne verschneite Landschaften und zugefrorene Seen gibt es oft nur in den Bergen und in einzelnen Regionen. Viele Menschen planen in dieser Zeit einen Urlaub in wärmeren Ländern.
Seit Jahren ist Dubai ein beliebter Hotspot für Touristen, die Sonne, Strand, Glitzer und Glamour suchen. 640.000 Deutsche reisten im Jahre 2024 in das Emirat. Das ist nur ein kleiner Teil der 19,6 Millionen Übernachtungen, die Dubai im gleichen Jahr international verbuchte.
Das Emirat gilt als sicheres Reiseziel. Es gibt sich weltoffen und zieht nicht nur Touristen, sondern auch Aussiedler an: Nur 15 Prozent der Einwohner sind Emirati. Die Expats, so werden die Ausländer genannt, die sich mit der Erlaubnis der Regierung in Dubai dauerhaft niederlassen, bilden einen Anteil von 85 Prozent. Die Baubranche boomt. Influencer haben Dubai als Ziel ihres Lebenstraums auserkoren. Sie nutzen DSDS, den Bachelor oder GNTM als Sprungbrett und versorgen Millionen Follower täglich mit Updates aus einem Leben mit Villa, Pool und ganz viel Leichtigkeit. Das Emirat unterstützt diese Art der Werbung gern mit diversen Steuervorteilen. Wie viele nach Dubai ausgewandert sind, ist offiziell nicht bekannt.
Der letzte Tag im Februar 2026
Der 28. Februar 2026 war ein Sonnabend. Wer die aktuellen Nachrichten verfolgte, erfuhr, dass die USA den Iran angegriffen hätten. Der Iran schlug zurück und griff amerikanische Militärbasen in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. In der Folge wurden über Dubai hunderte Drohnen und Raketen abgefangen. Eine Sperrung des Luftraums und der Wasserwege führte dazu, dass 30.000 Deutsche in der Region festsaßen. Urlauber aus den Hotels in Dubai, Passagiere von zwei Kreuzfahrtschiffen der TUI und Reisende, die auf einem der großen internationale Flughäfen umsteigen
Die deutsche Regierung gab sich unvorbereitet. Außenminister Wadephul sagte zunächst, dass Rückholaktionen nicht geplant wären. Einen Tag später wollte er vulnerable Gruppen auf Kosten des Steuerzahlers nach Hause holen. Dies warf die Frage auf, ob es wirklich viele Kinder, Schwangere sowie ältere und kranke Menschen gibt, die einen Urlaub in Dubai verbringen. Für gesunde Urlauber, die ihre Reise individuell geplant hatten oder bei einem Zwischenstopp in Dubai gestrandet sind, bot das Ministerium keine direkte Hilfe an.
Pauschalreisende sind im Vorteil
Ein weniger einfacher war die Lage für Pauschalreisende: Sie können in einem solchen Fall den Reiseveranstalter in die Pflicht nehmen. Nach der teilweisen Wiedereröffnung des Flugraumes landeten die ersten Pauschalreisenden am 3. März 2026 in Frankfurt am Main. Wer individuell buchte, zahlte mitunter viel Geld für seine Heimreise. Zwei Paare aus Brandenburg berichteten, dass sie die Reise über den Landweg in den Oman mit anschließendem Flug ab der Hauptstadt Maskat 3.000 EUR pro Person kosten würde.
Eine bekannte deutsche Influencerin wurde durch die Luftraumsperrung von ihrem Mann und einer Tochter getrennt. Beide weilten in Frankreich. Sie konnte mit zwei weiteren Kindern mit einer der ersten Maschinen ausgeflogen werden. Wie die Familie das organisierte, verriet sie nicht.
Nie wieder reisen?
Was bedeuten diese Ereignisse vom Februar/März 2026 für dich? In den sozialen Netzwerken war in einer Meinung zu lesen, dass man nie wieder reisen könne, wenn die Region ausgespart wird. Tatsächlich sind die VAE das größte internationale Drehkreuz nach Asien und Australien. Doch du darfst du dir weiterhin deine Reiseträume erfüllen. Es gibt andere Routen, die du buchen kannst. Vielleicht sind sie ein wenig teurer oder die Flugzeit verlängert sich. Bei jeder Reiseplanung ist es ganz wichtig, dass du nicht nur nach einem tollen Hotel und dem schönsten Palmenstrand suchst: Beachte bei Fernreisen die Reisesicherheit und informiere dich über mögliche Konflikte in der Region.
Der Konflikt mit dem Iran war einer mit Ansage. Niemand wusste das Datum, an dem die USA ihren Militärschlag planen. Absolute Sicherheit hast du bei unruhiger Weltlage nicht einmal in deinem Zuhause. Doch oft gibt esVorzeichen, die als Warnung dienen können. Wenn du dich gezielt informierst, in die du reisen möchtest, kannst du einem unfreiwilligen Stopp inmitten eines Krisengebietes vorbeugen.
Wird ein Urlaubsland über Nacht zur Krisenregion?
Ich lese schon seit Jahren keine Nachrichten mehr!
Lesen Sie im Urlaub Nachrichten?
Der erste Satz stammt von einer Freundin, die für sich beschloss, dass sie sich mit der Weltlage nicht mehr auseinandersetzen möchte. Lieber genießt sie ihr Leben und unterhält sich über angenehme Dinge, anstatt sich über etwas aufzuregen, dass sie sowieso nicht ändern könnte.
Es ist eine Meinung, die viele Deutsche teilen. Im Falle meiner Freundin ist die Unwissenheit ungefährlich: Sie plant keine langen Urlaubsreisen. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie gern zu Hause. Wenn beide verreisen, dann in Deutschland oder den benachbarten Ländern. Sie fahren mit dem Auto und bleiben unabhängig. Diese Art des Reisens kann funktionieren, ohne die Reisesicherheit in den Mittelpunkt zu stellen.
Der zweite Satz war als Frage in einer Diskussion auf Facebook an mich gerichtet. Ich habe diese Frage mit „ja“ beantwortet. In analogen Zeiten waren die Nachrichtensendungen am frühen Abend Pflicht. Jetzt informiere ich mich in den digitalen Medien. Den ganzen Tag, auch im Urlaub. Ich möchte gern wissen, was auf der Welt los ist. Meinen Urlaub beeinträchtigt das nicht. Würde ich von dem Weltgeschehen abgeschnitten sein, wäre ich mehr verunsichert, als wenn ich im Urlaub etwas Beunruhigendes aus den Nachrichten erfahre.
Das Auswärtige Amt hat uns nicht gewarnt
Die Nachrichten waren in den Tagen nach dem 28. Februar 2026 voll mit Schuldzuweisungen gegenüber dem Auswärtigen Amt. Es kam soweit, dass sich Bundesaußenminister Johann Wadephul entschuldigen musste, weil er im Heute-Journal der Moderatorin Marietta Slomka eine falsche Auskunft zur Reisewarnung für die Golfregion gegeben hätte. Der Chef der TUI-Gruppe schloss sich der Kritik an: Zwei Schiffe mit mehreren tausend Passagieren an Bord, waren zum Zeitpunkt des Angriffs auf den Iran in der Golfregion unterwegs.
Offizielle Reisewarnungen verpflichten Anbieter von Pauschalreisen zur Erstattung des vollen Reisepreises. Doch sollten sich Reisende und Reiseveranstalter ausschließlich darauf verlassen?
Wir hatten davor gewarnt, in diese Region zu reisen … jeder, der bei Ihnen einmal reingeschaut hat, hat mitbekommen, dass bedauerlicherweise diese Kriegsgefahr immer stieg, Flugzeugträger in die Region gefahren sind …
Außenminister Johann Wadephul im „heute-journal“ vom 2. März 2026
Vor dem 28. Februar 2026 galten für Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate die üblichen weltweiten Sicherheitshinweise. Sie betreffen Terroranschläge und allgemeine Reisehinweise für den Aufenthalt in Ländern mit anderer Kultur und Sicherheitslage. Dubai wird als besonders sicher eingestuft. Insofern sagte Wadephul nicht die Wahrheit.
In der Folge des Interviews wies er darauf hin, dass Menschen, die ab und zu Nachrichten schauen würden, gewusst hätten, dass die USA Flugzeugträger in die Region gebracht hätten. Die Ankündigungen von US-Präsident Trump, den Iran mit Kriegshandlungen zu bedrohen, lassen sich in das Jahr 2025 zurückverfolgen.
Profit und Reisekosten versus Sicherheit
Für mich stellt sich die Frage nach der Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen. Diese Frage richtet sich an Reisende ebenso wie an Chefs von Reiseunternehmen. Schiffe der AIDA-Flotte liegen nicht im Orient: Das Unternehmen hatte alle Reisen vor Beginn der Saison storniert, weil das Risiko nicht abzuschätzen war. TUI unterwarf sich dem Profit und schiebt die Verantwortung auf das Auswärtige Amt ab. Viele Reisende, die in den Emiraten gestrandet sind, vertreten ebenfalls die Meinung, dass es keine Warnung gegeben hätte. Doch sollten wir es uns wirklich so einfach machen?
In den sozialen Netzwerken war häufig zu lesen, dass Reisen nur bei einer Warnung des Auswärtigen Amtes storniert werden könnten. Das stimmt natürlich nicht. Eine Reise lässt sich jederzeit stornieren. Niemand muss eine gebuchte Reise antreten. Die Erstattung der Kosten hängt von den Bedingungen oder von der Kulanz des Veranstalters ab: Bei Krisen in einer Urlaubsregion ist er nur zur Erstattung verpflichtet, wenn es eine amtliche Reisewarnung gab. Ist er kulant, kennt er das Weltgeschehen und bietet seinen Kunden Optionen für eine Stornierung oder Umbuchung an. Oder er beharrt auf dem geltenden Recht. Dann bleibst du als Reisender auf deinen Kosten sitzen.
Profit des Reiseveranstalters und verschenkte Reisekosten für einen Urlaub, den du nie angetreten hast, stehen der Reisesicherheit gegenüber. Ich bin über die Weltlage gut informiert und würde mich immer für die Sicherheit entscheiden. Das ist mein persönlicher Standpunkt. Da ich nicht gern fliege, war ich noch nicht in der Situation, in der ich eine Entscheidung für oder gegen eine Reise treffen musste. Wir hatten vor Corona eine Kreuzfahrt gebucht, die vom Veranstalter abgesagt wurde. Ansonsten konnten wir unsere Reisen immer antreten.
Eine Krise kündigt sich in vielen Fällen an
In meinen Augen war es eine Krise, die so überraschend gar nicht kam. Niemand wusste, wann die US-Regierung ihre Ankündigungen wahrmachen würde. Die militärische Eskalation hätte eine Woche früher oder später passieren können. Dass etwas geplant war, wusste jeder, der das heute-journal oder irgendeine andere Nachrichtensendung angeschaut hatte
- Mitte Februar 2026 verbrachten die USA Flugzeugträger in die Region
- US-Präsident Trump ließ schon in seiner ersten Amtszeit Sanktionen gegen den Iran beschließen
- Allianz zwischen Israel und dem Iran
- Abbruch von Verhandlungen und Fristsetzungen wegen der iranischen Atomprojekte
- Gegenseitige Vorwürfe und Schuldzuweisungen
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind an den Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran nicht beteiligt. Geographisch sind sie vom Iran aber nur durch den Persischen Golf getrennt. Israel liegt weiter entfernt, westlich der VAE. Raketen oder Drohnen überfliegen die VAE.
Darüber hinaus gibt es in den VAE US-amerikanische Einrichtungen, zum Beispiel Häfen, die von der US-Navy genutzt werden. So wurden die Emirate in den Konflikt hineingezogen
Für sich selbst Verantwortung übernehmen
Vor dem 28. Februar 2026 hätten vermutlich nicht viele Menschen gedacht, dass die Glitzermetropole Dubai einmal in einen militärischen Konflikt hineingezogen werden könnte. Dass es passierte, zeigt uns, wie fragil die Weltlage ist. Auch in einem der sichersten Länder der Welt können Touristen festsitzen, weil der Flughafen aufgrund von Kriegshandlungen plötzlich gesperrt wird und Kreuzfahrtschiffe den Hafen nicht mehr verlassen dürfen.
Es ist wichtig, dass wir bei der Reiseplanung für uns selbst Verantwortung übernehmen. Aus der Krise können wir lernen, dass uns das Auswärtige Amt keine oder nur eine sehr schleppende Unterstützung bietet. Warnungen kommen viel zu spät oder sie beschränken sich auf Länder, in denen es bereits Kriegshandlungen gibt. Doch wenn sich diese Länder in unmittelbarer Nähe des gewünschten Reiseziels befinden, ist Vorsicht geboten.
Tipps für höchstmögliche Reisesicherheit
Die absolute Sicherheit gibt es bei einer Reise nicht. Wir bleiben bei unseren Urlaubsreisen in Europa, und auch hier kann uns passieren, dass wir nicht reisen dürfen. Das haben wir in der Coronazeit erlebt. Mit weitreichender Information, ein wenig Vorsicht und größtmöglicher Flexibilität kannst du vielen Eventualitäten vorbeugen. Wenn du fünf Dinge beachtest, kannst du dich in einem gewissen Maße davor schützen, von deinem Urlaubsort oder einem Umstiegsflughafen nicht mehr nach Hause zu kommen.
- Informiere dich beim Auswärtigen Amt über die Lage an deinem Reiseziel sowie aller Zwischenziele. Gibt es keine Reisewarnung, sondern vereinzelte Hinweise, solltest du diese ernst nehmen.
- Verfolge die Nachrichten im Fernsehen, in den Zeitungen oder den sozialen Medien. Suche gezielt nach Informationen über deine geplanten Ziele. Betreibe zu Berichten über Konflikte im Land oder mit anderen Staaten eine tiefergehende Recherche
- Nimm politische oder gesellschaftliche Probleme in deinem Zielland oder auf der geplanten Reiseroute immer ernst. Kontaktiere deinen Reiseveranstalter für weitere Informationen und frage nach den Möglichkeiten einer Umbuchung.
- Der Atlas ist ein bisschen aus der Mode geraten. Eine Karte hilft dir aber einzuordnen, wohin genau du reisen möchtest. Gibt es große oder kleinere Nachbarländer, in denen Unruhen zu erwarten sind?
- Wenn möglich, entscheide dich für eine Pauschalreise. Im Falle einer Krise bist du vor Ort besser geschützt.
Das Beispiel Dubai zeigt, dass du bei fragiler Weltlage nirgendwo sicher bist. Das Emirat geriet faktisch über Nacht in eine Militäroperation, mit der es gar nichts zu tun hatte. Bis zu diesem Tag stufte das Auswärtige Amt das Emirat als besonders sicher ein.
In der Theorie kann dir das in jedem Land passieren. Deshalb gilt: Je besser du informiert bist, desto konkreter kannst du auf Probleme auf deiner Reiseroute reagieren.

Stornieren und auf Geld verzichten?
Eine gebuchte Reise kannst du jederzeit stornieren. Je weniger Zeit zwischen der Stornierung und dem Abreisetag liegt, desto höher sind die Kosten, die der Reiseveranstalter einbehält. Bei weniger als einem Monat bekommst du oftmals gar kein Geld zurück.
Rund um die Krise im beliebten Reiseziel Dubai gab es häufiger Diskussionsbeiträge, die darauf hinwiesen, dass die Reise ja schon vor längerer Zeit gebucht und bezahlt worden wäre. Da das Auswärtige Amt die Reisewarnung zu spät herausgegeben hatte, konnten Reisende nicht kostenlos stornieren und mussten in den Flieger steigen.
Wenn du in einer Situation bist, in der du von Unsicherheiten oder Krisen an deinem Urlaubsort oder auf dem Weg dorthin gelesen oder gehört hast, musst du selbst entscheiden, ob du die Reise antreten oder lieber auf das Geld verzichten möchtest. Ich würde zu Hause bleiben, weil ich ein ängstlicher Mensch bin. Das Geld wäre für mich in einem solchen Falle nebensächlich.
Aus dem Beispiel Dubai kannst du auch die Erfahrung mitnehmen, dass die Rückreise aus einem Krisengebiet sehr teuer werden kann. Dies gilt vor allem dann, wenn du sie selbst organisiert hast und nicht auf einen Reiseveranstalter vertrauen kannst.
Trifft dich am Zielort eine Sperrung des Luftraums oder gar eine Kriegshandlung, kannst du deinen Urlaub nicht wie geplant genießen. Somit wäre das Geld ohnehin verloren. Die Eigenbeteiligung an den Kosten für die Rückreise käme hinzu. In diesem Fall wäre es günstiger, auf die Reisekosten zu verzichten und zu Hause zu bleiben.
Sind Reiseveranstalter kulant?
Die Kulanz des Reiseveranstalters hängt immer vom Einzelfall ab. Wohin soll die Reise gehen und könnte am Zielort wirklich eine Krise ausbrechen? Der Veranstalter TUI musste sich die Frage gefallen lassen, warum er die Gäste noch auf seinen beiden Kreuzfahrtschiffen aufgenommen hat, obwohl sich in unmittelbarer räumlicher Nähe Flugzeugträger der US-Streitkräfte positionierten. Solche Vorkommnisse produzieren gerade in Zeiten der Digitalisierung und Sozial Media Schlagzeilen, die kein Unternehmen gern möchte.
In vielen Fällen hast du die Möglichkeit, die Reise auf ein anderes Ziel umzubuchen. Einige Veranstalter arbeiten mit Gutscheinen. Dein Geld bekommst du leider nur in ganz seltenen Fällen zurück.
Möglichkeiten bei individueller Buchung
Du magst keine Pauschalreisen und buchst lieber individuell? Auch dann kannst du nach der Möglichkeit einer Stornierung oder Umbuchung fragen. Kontaktiere alle Dienstleister, bei denen du gebucht hast. Das Procedere ist ähnlich, wie bei einer Pauschalreise: Die Anbieter entscheiden individuell nach der Lage. Du bekommst auch hier einen Gutschein oder die Möglichkeit, deine Buchung zu ändern. Dein Geld erhältst du in der Regel nicht zurück.
Bei größeren Reiseveranstaltern kannst du eher auf Kulanz hoffen, als bei kleinen Anbietern. Dies solltest du vor deiner Buchung beachten. Wenn du dich aber umfassend über dein Reiseziel informierst, triffst du bereits eine gute Vorsorge für einen sicheren Urlaub.
Zu den Konsequenzen des eigenen Handelns stehen
Rund um die Krise am beliebten Reiseziel Dubai gab es viele Vorwürfe gegen das Auswärtige Amt und den Reiseriesen TUI. Warum hat das Amt nicht gewarnt? Warum fanden die Kreuzfahrten statt? Diese Fragen sind absolut berechtigt. Doch letztlich sind wir selbst immer für unser eigenes Handeln verantwortlich.
In den Medien gab es verschiedene Reaktionen von Passagieren, die sich von den beiden Kreuzfahrtschiffen zu Wort meldeten. Ein Ehepaar sprach von Angst, einem „mulmigen Gefühl“ und es erhob die bereits erwähnten Vorwürfe, dass TUI die Reise nicht abgesagt hätte.
Ein anderes Ehepaar bewahrte Ruhe. Sie verbrachten die Zeit mit Lesen, Gesprächen mit anderen Passagieren, und sie informierten sich ständig über die neueste Lage. Beide waren zuversichtlich, gut und sicher nach Hause zu kommen.
Wir sollten immer zu den Konsequenzen des eigenen Handelns stehen. Wenn wir in unsicheren Zeiten eine Reise antreten, weil wir uns lange darauf gefreut hatten oder weil wir das Geld nicht verlieren möchten, dann ist das unsere Entscheidung.
Wie Auswärtige Amt oder der Reiseveranstalter auf Krisen reagieren, können wir nicht beeinflussen. Aber unser Handeln steuern wir. Wenn etwas nicht so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben, liegt das in unserer Eigenverantwortung. Wir dürfen kritisieren. Aber Schuldzuweisungen sind nicht der richtige Weg, um die eigene Entscheidung zu rechtfertigen.
Reisesicherheit: Ein wichtiger Faktor der Reiseplanung
Dieser Text entstand nach den militärischen Operationen der USA und Israel im Iran, die das beliebte Urlaubsziel Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten faktisch über Nacht zu einem Krisengebiet werden ließen. Das Wochenende im Februar/März 2026 hat uns gezeigt, dass es das absolut sicherere Reiseziel nicht gibt.
Auf das Reisen sollten wir deshalb nicht verzichten. Die absolute Sicherheit haben wir bei einer angespannten Weltlage nicht einmal zu Hause. Doch wir können bei der Reiseplanung umsichtiger sein. Ein grundlegendes Interesse für das aktuelle Weltgeschehen, die Kenntnis der Region, in die wir reisen, und eine gesunde Vorsicht können helfen, ein Szenario, wie es 30.000 Deutsche erleben mussten, zu vermeiden.
Reisesicherheit sollte in unsicheren Zeiten einen hohen Stellenwert haben. Zeitgleich mit dem Militärschlag fand in Berlin die ITB-Tourismusbörse statt. Umfragen unter Veranstaltern und Besuchern ergaben, dass Deutschland als Reiseziel wieder sehr beliebt ist. Die absolute Sicherheit haben wir beim Urlaub in der Heimat auch nicht. Aber wir können einfacher nach Hause fahren, als dies von einem Flughafen irgendwo auf der Welt möglich ist.


ISSN 3053-674X
TS 2026-11





