Kinder bekommen: Ja oder nein?

Kinder bekommen: Ja oder nein?

Kinder bekommen: Ja oder nein? Diese Frage stellt sich irgendwann im Leben für jeden Mann und jede Frau. Das Thema wird in den Medien und in den sozialen Netzwerken oft beschrieben: Junge Frauen möchten sich mit Anfang 20 sterilisieren lassen. Die Zeit mit kleinen und größeren Kindern wird von einigen Journalistinnen mit wenig positiven Emotionen beschrieben. Junge Frauen und Männer möchten als Single unabhängig bleiben. Die Fakten sagen, dass jede fünfte Frau kinderlos bleibt. Die Anzahl der Geburten sinkt. Auf der anderen Seite gibt es auch heute noch Familien mit drei oder mehr Kindern. Das Baby spaltet die Meinungen. Woran liegt das?

Kinder bekommen ja oder nein

Das Wichtigste in Kürze:

  • Jede fünfte Frau bleibt in ihrem Leben kinderlos
  • Die Schattenseiten des Kinderkriegens werden gern thematisiert
  • Es gibt viele Diskussionen für und gegen das Modell Familie
  • Mütter halten den Generationenvertrag aufrecht – berufstätige Frauen auch
  • Das „perfekte Alter“ für das erste Kind

Familie gründen? – Nicht mehr das einzige Lebensziel

Schauen wir 100 Jahre zurück. Die Familie stand im Mittelpunkt des Lebens der meisten Menschen. Unabhängig vom Bildungsstand und dem Haushaltseinkommen bekamen Frauen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert durchschnittlich 4,17 Kinder. Berücksichtigt sind alle Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 15 und 49 Jahren.

Wer auf seine eigene Familiengeschichte schaut, stellt oft fest, dass die Eltern und Großeltern viele Geschwister hatten. Heute hat die durchschnittliche Familie 1,46 Kinder. In diesem statistischen Wert sind alle berücksichtigt: Mehrkindfamilien und Paare, die kinderlos bleiben. Eine Familie zu gründen, ist nicht mehr für jeden das einzige Lebensziel. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie sind nicht nur in der Persönlichkeit des Einzelnen, sondern auch in der Gesellschaft zu suchen.

  • Familie und Beruf lassen sich in vielen Berufen nicht gut vereinbaren
  • Die Kosten für Mieten und den Erwerb von Eigentum sind hoch
  • Die Karriere erfordert Mobilität und Flexibilität: Kinder stehen dem im Weg
  • Das Schulsystem und die Betreuungsmöglichkeiten überzeugen nicht
  • Mit Kindern ist der Lebensstandard nachweislich niedriger

Unsere moderne Lebenswelt bietet so viele Möglichkeiten. Reisen, Selbstverwirklichung, persönliche Freiheit und Unabhängigkeit sind einigen jungen Menschen wichtiger als ein Heim mit zwei oder drei Kindern. Die Globalisierung erlaubt es, zeitlich und örtlich flexibel zu arbeiten. Der perfekte Job wird in einer anderen Stadt oder in einem anderen Land angeboten. Junge Frauen können sich nicht vorstellen, für Schwangerschaft und Geburt mit dem Job auszusetzen. Es gibt junge Männer, die sich gar nicht mehr binden möchten.

Die Lebensziele weichen von dem Standardmodell Heirat-Ehe-Kinder ab. Es gibt weniger Paare, die heiraten. Fast jede zweite Ehe wird geschieden. Die Anzahl von Paaren, die ihre Silberhochzeit oder Goldene Hochzeit feiern, sinkt. Die neuen Lebensmodelle rücken Heirat und Familie nicht mehr in den Fokus.

Das Kinderkriegen spaltet die Meinungen

Leider gibt es In unserer Gesellschaft die Tendenz, andere Menschen für ihren Lebensentwurf zu verurteilen oder sie zu bevormunden. Wer keine Kinder bekommt, ist egoistisch und nur auf die Karriere fokussiert, heißt es oft. Er hat keinen Wert, für die Gesellschaft. Umgekehrt werden Frauen mit drei und mehr Kindern gern auf eine gesellschaftlich nicht sehr anerkannte Schiene abgeschoben. Sie haben keine anderen Hobbys, leben von Sozialleistungen und sind sich ihrer Verantwortung nicht bewusst.

Auch das Alter der Mütter ist gern Gegenstand der Diskussionen. Teenager-Mütter werden genauso gern angeprangert wie Frauen, die jenseits der 40 ein Kind bekommen oder sich bewusst entscheiden, ihren Nachwuchs allein, ohne Vater, großzuziehen. Sind derartige Diskussionen Grund für die geringe Lust aufs Kinderkriegen?

Jeder kann frei über sein Leben entscheiden

Eigentlich leben wir in einer Zeit, in der jeder für sich entscheiden kann, wie er sein Leben gestalten will. Belehrungen und Bevormundungen sollten auf beiden Seiten unterbleiben. Wer keine Kinder möchte, soll das kommentarlos dürfen. Wer sich für eine große Familie entscheidet, fällt nicht automatisch aus der sozialen Norm.

Jeder Lebensentwurf richtig, wenn er von dem Menschen als richtig empfunden wird. Niemand darf sich einmischen. Doch genau das ist ein Problem, in unserer modernen Welt: Ob es ums Essen geht, um die Wahl des Autos oder um die Frage, wie alt Mutter und Vater bei der Geburt ihres Kindes sein dürfen: Die Lebensplanung ist Gegenstand von Diskussionen. Die Meinungsmache reicht von den sozialen Netzwerken bis zu Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften. Dabei geht uns die Lebensplanung des anderen gar nichts an.

Familienplanung – (k)eine höchst individuelle Entscheidung

Kinder bekommen: Ja oder nein? Eigentlich sollte diese Frage von jeder Frau und von jedem Mann höchst individuell beantwortet werden dürfen. Doch so ist es in unserer Gesellschaft leider nicht. Es gibt Vorurteile gegenüber Teenager-Müttern, älteren Müttern, kinderreichen Familien, Einzelkindern: Nahezu jedes erdenkliche Modell steht in der Kritik.

Die Langzeitehe, die vor dem 20. Geburtstag geschlossen wurde und bis ins hohe Alter hält, ist zur Ausnahme geworden. Viele Kinder wachsen zwischen zwei Elternhäusern auf: Mit Halbgeschwistern, Stiefgeschwistern, den neuen Partnern von Mutter und Vater. Beides wirft Fragen auf: Ist die Langzeitehe überhaupt noch zeitgemäß? Bleiben Eltern nur wegen ihrer Kinder zusammen? Sind Kinder in Patchworkfamilien per se unglücklicher?

Und das ist noch nicht alles: Ist es ungerecht, wenn kinderlose Frauen eine hohe Rente erhalten? Wie viele Kinder darf eine Familie haben, wenn sie nicht von Außenstehenden an den Rand der Gesellschaft geschoben werden möchte? Sind Einzelkinder egoistisch und verwöhnt?

Der ungefilterte Zugang zu Medien und Meinungen jeglicher Art kann Eltern in jedem Lebensalter verunsichern. Schauen wir uns die Punkte genauer an, die am häufigsten diskutiert werden.

Rentenversicherung und Generationenvertrag

Die Rente basiert auf einem Generationenvertrag: Die junge Generation zahlt die Beiträge für die Finanzierung der Rentner. Geht sie selbst einmal in Rente, werden die Leistungen von den Kindern und Enkeln übernommen. Mit dem Rückgang der Geburten vermindern sich die Einzahlungen. Es wird kritisiert, dass die gut verdienende kinderlose Karrierefrau eine höhere Rente bezieht als eine Mutter, die einige Jahre auf die Berufstätigkeit verzichtet hat. Dabei hat die kinderlose Karrierefrau doch gar keine Beitragszahler zur Welt gebracht.

Fakt ist: Ohne Nachwuchs funktioniert der Generationenvertrag nicht. Dessen war sich die Politik bereits in den 1970er-Jahren bewusst: Schon damals brachte jede Frau in Westdeutschland statistisch weniger als ein Kind zur Welt. Änderungen wären wichtig gewesen. Doch Arbeitsminister Norbert Blüm bekräftigte in den 1980er-Jahren, dass die Rente sicher sei.

Fakt ist auch, dass die Karrierefrau mit gutem Gehalt hohe Beiträge in die Rentenkasse einzahlt. Es wäre ethisch und moralisch nicht vertretbar, kinderlose Frauen zu bestrafen. Ebensowenig sollten sich Männer für ihre Kinderlosigkeit rechtfertigen müssen. Dass Mütter, die sich einige Jahre selbst um ihre Kinder gekümmert haben, in der Rente benachteiligt sind, wird häufig als ungerecht empfunden. Doch eher sollte die Frage in die Richtung gehen, ob der Generationenvertrag aus den Zeiten Konrad Adenauers nicht seit Jahrzehnten einer Änderung bedurft hätte.

Wie alt darf eine Mutter bei der Geburt ihres Kindes sein?

Eine 17 Jahre alte Mutter sieht sich in der Gesellschaft ebenso Vorurteilen gegenübergestellt wie eine Frau, die mir 45 Jahren ihr erstes Kind zur Welt bringt. Beides ist biologisch möglich, beides ist legitim. Es gibt Teenager-Mütter, die ihre Kinder zu eigenständigen Persönlichkeiten erziehen und ihnen viele Werte mitgeben. Und es gibt Mütter jenseits der 40, die mit ihrer Mutterrolle gar nicht klarkommen. Die Gesellschaft suggeriert gern den umgekehrten Fall.

Die biologische Entwicklung der Frau steht mit der sozialen Entwicklung im Widerspruch. Aus biologischer Sicht hat eine Frau fünf Jahre nach dem Einsetzen der ersten Regel ihre höchste Fruchtbarkeit. Dieser Zustand hält etwa zehn Jahre an. Ab einem Alter von 30 Jahren sinkt die Fruchtbarkeit, ab 35 Jahre beginnen die Risiken, die ältere Mütter tragen.

Das statistische Alter der Mutter liegt in Deutschland bei 29,9 Jahren. Aus biologischer Sicht ist dies recht spät. Doch die soziale Entwicklung stellt sehr junge Mütter, die keine Ausbildung haben, vor Probleme. In diesem Alter sind die Partnerschaften noch nicht ausgereift. Es fehlt das Geld für den Lebensunterhalt. Der Abschluss einer Ausbildung oder des Studiums ist mit einem Kind schwieriger zu bewältigen.

Kinder brauchen Zeit, Liebe und Geborgenheit

Mütter, die bei der Geburt ihres Kindes älter als 40 Jahre sind, bringen Lebenserfahrung und häufig auch eine sichere finanzielle Basis für die Erziehung eines Kindes mit. Sie haben eher Probleme, sich auf die Veränderungen einzustellen, die das Leben mit einem Kind verlangt. Mitunter ist der Nachwuchs überbehütet. Die körperliche Leistungsfähigkeit ist nicht mehr so hoch, wie mit 25 oder 30 Jahren.

Dennoch können beide Mütter ihr Kind gut oder weniger gut erziehen und betreuen. Ein solider Lebensstandard und Lebenserfahrung sind kein Garant für einen unbeschwerten Weg ins Leben. Ebenso ist die Jugend der Mutter nicht gleichbedeutend mit einem geringen Einkommen, mangelnder Erziehung und fehlenden sozialen Normen. Die Mutter bestimmt ihr Alter, in dem sie ein Kind zur Welt bringen möchte. Idealerweise trifft sie diese Entscheidung gemeinsam mit dem Vater. Die Meinung der Gesellschaft ist zweitrangig.

In erster Linie brauchen Kinder Liebe, Geborgenheit und Zeit. Eine solide finanzielle Basis ist hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung für eine glückliche Kindheit. „Ich möchte meinem Kind etwas bieten“, ist oft zu hören. Viel wichtiger sind aber Eltern, die zuhören, die sich kümmern und die ihren Kindern Werte vermitteln. Dies alles können junge Mütter ebenso gut wie Frauen, die nach ihrem 40. Geburtstag Mutter werden.

Kinderreiche Familien am Rande der sozialen Norm

“Mit drei Kindern bist du asozial.“

“Man hat nur zwei Hände. Für ein drittes Kind ist kein Platz.“

“In dieser unruhigen Zeit sollte man höchstens ein Kind bekommen.“

Diese oder ähnliche Sprüche hören sich Eltern immer wieder an, die sich für mehr als zwei Kinder entschieden haben. Familien mit drei oder mehr Kindern gelten in Deutschland als kinderreich. Da der Begriff nicht ausschließlich positiv besetzt ist, sprechen die Behörden von der Mehrkindfamilie. Tatsächlich ist es so, dass sich Eltern mit hohem Einkommen ebenso häufig für drei oder mehr Kinder entscheiden wie Familien, die nur über ein geringes Einkommen verfügen. In der goldenen Mitte, bei Familien, die zu den Durchschnittsverdienern gehören, werden seltener mehr als zwei Kinder geboren.

Jede Familie ist einzigartig. Somit ist es nicht möglich, allein mit dem Blick auf die Anzahl der Kinder auf den Wert der Erziehung oder auf den Bildungsstand der Eltern zu schließen. Dennoch sind Mehrkindfamilien verschiedenen Klischees ausgesetzt. Sie würden vom Kindergeld leben, wissen nicht, wie Verhütung funktioniert oder haben keine anderen Hobbys.

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg unterscheidet in seiner Erhebung zwischen Familien mit und ohne Migrationshintergrund. Dabei wird deutlich, dass eine große Anzahl der Eltern ohne Migrationshintergrund einen höheren Schulabschluss oder ein Studium vorweisen können. Bei den Familien mit Migrationshintergrund ist der Anteil an höheren Bildungsabschlüssen geringer. Dies ist auf andere Rollenmodelle innerhalb der Familie, andere Traditionen, aber auch auf das Beherrschen der deutschen Sprache zurückzuführen. Es bedeutet nicht, dass Eltern mit Migrationshintergrund per se ungebildet sind.

Der Wert einer großen Familie

Die Familie steht heute nicht mehr im Mittelpunkt der Lebensplanung: Die Welt mit ihren sozialen und beruflichen Strukturen eine andere, als noch vor 50 oder 100 Jahren. In dieser Zeit hatte die Familie mit Kindern einen anderen Status. Menschen lebten nach vorgegebenen gesellschaftlichen Normen und hatten nicht so viele Möglichkeiten wie heute. Frauen lebten in größerer Abhängigkeit von der Familie, aber auch von ihrer Berufstätigkeit, wenn sie im Arbeitsleben standen. Es ist gut, dass sich die Gesellschaft diesbezüglich gewandelt hat.

Dennoch hat die Familie nach wie vor einen großen Wert. Die berühmte Schauspielerin Meryl Streep, Mutter von vier erwachsenen Kindern und mehrfache Großmutter, beschrieb ihre Sehnsucht nach einer großen Familie damit, dass sie kein einsames Alter wollte. Nun sind Kinder und Enkel kein Garant für das volle Wohnzimmer am heiligen Abend. Doch wer Liebe und Zeit gibt, bekommt beides in vielen Fällen zurück.

Schaurige Geschichten über das Kinderkriegen

Auf den Onlineportalen der großen Zeitschriften berichten junge Mütter gern von dem Leid, dass das Kinderkriegen über sie gebracht hat. Da ist zu lesen, dass die Mutter von ihrem Kind genervt ist. Dass sie keine Liebe geben könne. Oder dass ihr niemand gesagt hat, dass sie während der Stillzeit heulend mit Quarkwickeln auf der Brust auf der Couch sitzen würde.

Influencer schlachten die Geburt eines Kindes bis ins kleinste Detail aus. Dabei sind es Momente, die doch nur den Eltern gehören sollten. Wer sich nicht sicher ist, ob Kinder zur Lebensplanung gehören sollten, wird durch solche Berichte und Geschichten vollkommen verunsichert.

Die Geburt eines Kindes ist ein natürlicher Vorgang, den jede Frau ganz anders erlebt. Jede Geburt ist anders: Eine dauert drei Stunden, die andere 13. Es gibt Frauen, die ohne Komplikationen auf natürlichem Wege entbinden. Andere müssen einen Kaiserschnitt bekommen oder sie entscheiden sich bewusst dafür. Somit können zwei Frauen ihre Geburten vollkommen unterschiedlich erleben. Selbst Frauen, die mehrere Kinder geboren haben, berichten von ganz verschiedenen Erfahrungen.

Die Entscheidung für oder gegen ein Kind sollte keinesfalls von Geschichten von Journalistinnen, Influencerinnen oder Buchautorinnen abhängig gemacht werden. Die ihre schönen oder schrecklichen Erlebnisse bis ins kleinste Detail schildern. Die sich mit 22 sterilisieren lassen, weil sie in diese Welt keine Kinder setzen möchten. Oder die sich mit 45 künstlich befruchten lassen, weil der Körper signalisiert, dass es für das Kinderkriegen zu spät ist. Die eine erfüllende oder grausame Geburt hatten.

Niemand weiß, wie die Stunden, in denen das Kind auf die Welt kam, wirklich erlebt wurden. Influencer leben für die Klicks, Journalistinnen möchten ihren Artikel verkaufen. Das Kinderkriegen sollte eine freie und unabhängige Entscheidung bleiben. Einflussnahme der Medien, der Familie, von Freunden oder vom Chef sollte zwingend ausgeblendet werden. Nur dann ist es möglich, die richtige Entscheidung für sich selbst zu treffen.

Sieben Tipps für das Kinderkriegen?

Sieben Tipps können im Netz für viele Lebensbereiche abgerufen werden. Sie sollen das Für und das Wider erleichtern. Das Kinderkriegen ist eine so individuelle Lebensentscheidung, dass es kein Richtig und kein Falsch gibt. Es gibt Frauen, die sich eine Mutterschaft gar nicht vorstellen können. Und andere, die in ihrer Rolle als Mama aufgehen. Somit ist es nicht möglich, die Entscheidung mit sieben Tipps zu erleichtern, die auf jede Frau und jeden Mann zutreffen.

Vielleicht ist es hilfreich, sich sieben Aspekte vor Augen zu führen, die mit dem Kinderkriegen in einem unmittelbaren Zusammenhang stehen.

  • Ein Kind verändert das Leben der Eltern von Grund auf
  • Die Entscheidung für ein Kind ist eine Lebensentscheidung, die nicht umzukehren ist
  • Eltern müssen ihre beruflichen und privaten Pläne mit der Betreuung des Kindes in Einklang bringen
  • Kinder brauchen Zeit, Liebe, Geborgenheit und Werte
  • Ja, Kinder kosten Geld. Aber was sie den Eltern zurückgeben, ist unbezahlbar
  • Bis zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit des Kindes können 25 Jahre vergehen
  • Den perfekten Zeitpunkt oder das richtige Alter für die Elternschaft gibt es nicht

Eine innere Bereitschaft für das Kind ist ganz wichtig. Frauen und Männer sollten auf ihr Bauchgefühl hören. Es ist wertvoller, als jeder persönliche Ratschlag. Angst vor der Verwantwortung oder das Gefühl, das alles nicht zu schaffen, sind unbegründet. Das Kinderkriegen ist ein natürlicher biologischer Vorgang. Jede Mutter ist darauf instinktiv richtig vorbereitet. In jedem Alter

Wunschkind oder Überraschungsbaby

Kinder werden geboren, weil sie von ihren Eltern geplant und sehnlichst erwartet wurden. Neben den Wunschkindern gibt es Überraschungsbabys: Nahezu jede Verhütungsmethode hat eine Fehlerquote. Es ist leichter, sich auf ein Wunschkind einzustellen. Wenn die ungeplante Schwangerschaft nicht in das Lebensmodell passt, ist es möglich, sie vorzeitig zu beenden. Dies ist jedoch eine ebenso schwerwiegende Entscheidung, wie das Kind zu bekommen. Sie sollte nicht leichtfertig getroffen werden.

Ob ein Kind gewünscht war oder nicht, sagt nichts über sein künftiges Leben aus. Eltern von Wunschkindern können sich im Streit trennen, ganz junge Eltern, die von der ersten Schwangerschaft überrascht wurden, lange zusammenbleiben und in ihrer Partnerschaft mit dem Überraschungsbaby glücklich sein.

Es gibt Mütter, die ihre ungeplanten Kinder allein mit sehr viel Lieb großziehen. Andere schaffen es nicht, das Kind anzunehmen. Sie suchen die Schuld beim Vater, der sich nie gekümmert hat. Es ist zu Beginn der Schwangerschaft schwer vorauszusehen, wie sich die Beziehung zu dem Kind entwickeln wird. Auch hier gibt es keine Normen. Außer dem Bauchgefühl, das den Eltern häufig mitteilt, welches die richtige Entscheidung ist.

Kinder bekommen: Ja oder nein? – Die individuelle Entscheidung zählt

Jungen Frauen und Männern tut es gut, die Entscheidung für oder gegen ein Kind ohne Druck und ohne Einflussnahme von Familie, Freunden, sozialen Netzwerken oder Zeitungsartikeln zu fällen. Einzig zählen sollte das Bauchgefühl. Wenn es sagt, dass das Kind mit 17 das Leben bereichern wird, dann ist das so. Wenn ein Paar sich gegen Kinder entscheidet, weil sie nicht in die Lebensplanung passen, dann ist das so. Und wenn eine Frau mit 45 Jahren ein Baby bekommen möchte und dies biologisch zu realisieren ist: Dann ist das so.

Wir sind in allen Lebensbereichen vernetzt wie nie zuvor. Doch diese Entscheidung muss jede Frau allein oder mit ihrem Partner treffen. Ob Wunschkind, Überraschungsbaby oder die Entscheidung gegen ein Kind: Es ist der richtige Weg, wenn der Bauch sagt, dass es der richtige Weg sein wird.

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